3. Runde zum SHOWDOWN PokerCup'09

Ein Bericht von Wolfgang Goebel (25.01.2009)
| Und wieder gab es ein vergnügliches Stelldichein in heiterer
Atmosphäre bei der 3. Runde zum Showdown Pokercup. Diesmal war wieder
das Freeze-out an der Reihe, das vielleicht dem Einen oder Anderen vom
Spielcharakter her entgegen kommt. Wie auch immer, die anwesenden
„Recken“ des Live-Pokers waren auch diesmal schon gleich vom Eintreffen
in unserer Location weg, ganz heiß auf den Beginn des Turniers und die
ersten Hände. Noch dazu sorgte Monika, die ich hier wohl nicht mehr
vorzustellen brauche, zu Ehren von Alexanders rundem Geburtstag mit einem feinen Chilli für eine gewisse
„Verschärfung" und heizte damit auch die Stimmung noch einmal an. Sehr angenehm für alle Spieler war der Umstand, dass wir bei dieser Runde außer mir noch zwei Dealer zur Verfügung hatten. Dies dürfen wir lobenswerter Weise unter anderem Martin und Melitta Pfingstner von "Haar-Guru Siggi" verdanken, die uns €200 gesponsert hatten. Das wertet die Meisterschaft noch einmal auf und erhöht den Spaßfaktor bei den Teilnehmern. Es wäre zu wünschen, dass sich das in Folge fortsetzt und auch bei anderen Gelegenheiten zur Regel wird. Wir verfügen über genügend gut ausgebildete Personen, für die diese Aufgabe auch als Playing-Dealer kein Problem sein sollte. Unter diesen Voraussetzungen setzten sich also die Teilnehmer an die
Tische und Alexander annoncierte alsbald, zur Freude aller, „Dealer
start“. Begonnen wurde mit einem Stack von 8.000 Turnierjetons, doch
entgegengesetzt der Erwartung für ein Freeze-out-Turnier, gestaltete
sich die Umverteilung der Chips von vorne weg recht lebendig. Dafür
sorgten auch all jene Spieler, die mit anderen
Strategien in so ein Turnier gegangen waren, oder ließen sich teilweise vom
recht aggressiven Spiel mancher mitreißen. Zumindest war das an dem
Tisch so, an dem ich gedealt hatte. Bis zur ersten Pause waren die Chips zwar desöfteren in großen Mengen hin und her verschoben worden, doch konnte sich eigentlich keiner bedeutend absetzen. Was mich zu diesem Zeitpunkt noch immer wunderte, war, dass SirMagic und Vilim als die ersten beiden ausgeschieden waren. Angesichts der Qualität dieser beiden Spieler, muss ich davon ausgehen, dass bei ihnen Monsterhände auf ebensolche getroffen sind. Dieser Umstand, der hier noch für Verwunderung bei mir sorgte, sollte sich in späterer Folge noch als erfreulich für mich herausstellen. In der Pause, die die Meisten noch als Aktive genießen durften, wurde über die mehr oder weniger erfolgreichen Hände debattiert, unter Zufuhr des ein oder anderem legalem Dopings. Nach der Pause ging das aggressive Spiel jener weiter, die das schon davor getan hatten, und zu ihnen gesellten sich nun auch jene, die wenige Chips hatten und jene dazu, die das von ihrer Strategie her ohnehin vorhatten. Letztendlich gab es nun von nahezu allen Action, was schließlich zum zügigen Auflösen des dritten Tisches führte. An unserem Tisch war bis dahin A 9 die Erfolgshand schlechthin gewesen. Sie sorgte für das Ausscheiden von zumindest zwei Spielern und war auch sonst recht erfolgreich. Im Zuge der Phase bis zur zweiten Pause, stellte sich an unserem Tisch „headsegg“ aka Renze als absoluter Chipleader heraus, was er einerseits einer recht großen Auswahl an guten Starthänden, aber auch einem kontrolliert aggressivem Spiel zu verdanken hatte. In weiterer Folge musste er aber in einer entscheidenden Hand diese Chips an „toxic“ Albert abgeben, der vom aufgelösten Tisch zu uns gestoßen war. Und auch andere Spieler mussten Chips lassen und manche wurden auch Opfer des allgemeinen oder ihres eigene aggressiven Spiels. Nicht viel später wurde dann nach der zweiten Pause auch der zweite Tisch aufgelöst und der Final Table stand. In dieser Phase wurde dann wieder etwas vorsichtiger gespielt. Ich hatte nur etwa 20.000 und musste daher etwas unternehmen, was mir auch gelang. Gegen Michael konnte ich verdoppeln und gegen Albert gelang es mir, einen fetten Pot zu stehlen. Weiteren Small-Stacks erging es nicht so gut und so lichtete sich der Tisch schon bald auf sechs Spieler. Albert war noch am Tisch, verfügte aber über nicht mehr ausreichend Chips und stellte daher immer wieder All-In. Auch gegen mich, doch bei mir kam der Call und das rasch. Während sich die Anderen über die Action freuten, ahnte Albert nichts Gutes. Der Rainbow-Flop, der zum All-In geführt hatte, war 3 4 6. Albert hielt 3 4, ich jedoch 4 6. Der worst case schlechthin, der auch das Aus für Albert bedeutete. Schließlich, gegen 1 Uhr, stand ich kurz vor dem Heads-Up. Zu diesem Zeitpunkt stand auch schon fest, dass ich mein Ziel erreicht hatte, heuer eine Uhr zu gewinnen. Neben mir waren nur noch Michael und Andi "Gab" Gabriel im Spiel. Die beiden machten sich auch den Platz fürs Heads-Up untereinander aus. Dass Andi diese Entscheidung verlor, sorgte bei diesem für Unmut, zumal er vorne gewesen war, was für mehrere gilt, die gegen Michael verloren haben. So, nun stand ich im Heads-Up. Ich
hatte mir noch zu Beginn vom Final-Table vorgenommen, meinen 5. Platz
vom letzten Mal einzustellen und jetzt das. Keine sieben Hände danach
war das Heads-Up auch schon entschieden. Ich hatte den Buben getroffen
und checkte am Flop, um zu sehen, was Michael tat. Er spielte zwar an,
doch es war äußerst unwahrscheinlich, dass er auch einen Buben hatte.
Ich setzte ihn auf zumindest eine High-Card und ging sofort All-In. Er
callte mit KT und am Turn entwickelte sich das noch zu einem
Straight-Draw, doch mein Pair Jacks hielt durch. Ich hatte es geschafft
und freute mich sehr über diesen Erfolg. Es ist schon ein ganz
besonderes Gefühl, wenn man nach mehreren Stunden als Sieger eines
Turniers aufsteht, besonders beim Live-Poker, und weiß, dass man alle
anderen geschlagen hat. Wenn’s nach mir geht, kann’s ruhig so weiter
gehen :-) Euer Wolfgang | ![]() Wer ist nur der Typ auf dem Bild da neben Wolfgang? :-) ![]() Auf Tisch 1 dealte Mevi... ![]() ... auf Tisch 2 Wolfgang ... ![]() ...und auf Tisch 3 Edo! ![]() Bertl wie immer gut gleaunt :-) ![]() Ewald, Franz und Dealer Mevi |
Die Gewinner und die Preise:






